Denn das ist der Menschen Weisheit, daß sie nichts andres siehet, nach nichts andrem trachtet und begehrt, als was ehrenvoll, hoch und köstlich ist, und wiederum nichts mehr scheut und flieht als Unehre, Verachtung, Leiden und Elend. So kehrets Gott gerade um und treibt das Widerspiel, geht nach menschlichem Verstand und Ansehen mit seinem allerliebsten Sohn so unfreundlich und ärgerlich um als mit keinem Menschen auf Erden, als wär er nicht Gottes oder eines Menschen, sondern des Teufels eigen Kind.
WA 17/2, 17
Veröffentlicht unter luther, Luther WA 17/2