Wir stehen jetzt im Tod drinnen. Wenn wir heraus wollen, so müssen wir sterben. Adam wollte sich durch die Strafe nicht abschrecken lassen. Nu kommt GAlso ist Gott unser. Man soll ihn wie ein Bild ansehen. Wo er nicht ist, da muß verderben sein, da hilft nichts. Denn die Natur geht nicht gern daran. Wenn auch die Landsknechte ganz männlich dem Schwert und den Büchsen entgegenlaufen, so ist das doch nur eine Art Verstocktheit. Wenn sie aber getroffen sind und Leib und See! sich scheiden müssen, dann kommt es schon anders. Darum muß man sich an den Geleitsmann und Spitzenführer halten, der spricht: her, tritt in meine Fußstapfen und sieh auf mich, wo ich bleibe, da bleibe du auch. So kommen wir dann hindurch. Den Geleitsmann muß man haben. Darum muß man zum ersten das Bild haben. Das gibt Mut und macht Kraft, daß wir frisch daran gehen.ott und sagt: wohlan, so nimm die Strafe an, so wirst du rein! Also ist der Tod, der zuvor eine Strafe für die Sünde war, jetzt eine Atznei für die Sünde und gebenedeit. Das geschieht, wenn wir willig sterben. Wenn wir nicht willig sterben, so kommen wir nicht aus der Strafe und müssen hintennach ewig sterben.
WA 10/3, 76
Veröffentlicht unter luther, Luther 10/3